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Thursday, April 3, 2025

Deutscher Verteidigungsanbieter Renk kehrt an die Börse zurück

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Der deutsche Panzergetriebehersteller Renk kehrte am Mittwoch an die Frankfurter Börse zurück und unterstreicht damit das wachsende Interesse der Investoren an der Verteidigungsindustrie im Zuge des Krieges Russlands in der Ukraine. Der Aktienkurs des in Augsburg ansässigen Unternehmens lag bei der Eröffnung bei 17,50 Euro, weit über dem IPO-Preis von 15 Euro, der Renk mit über 1,5 Milliarden Euro bewertete. Der Großteil der Verträge des Unternehmens stammt aus dem Verteidigungssektor, in dem die Auftragsbücher derzeit überquellen. Aber Renks Produkte umfassen auch Komponenten für die Wasserstoff- und Wärmepumpensektoren, die für den Übergang zu grüner Energie als entscheidend gelten.

Der Börsengang “eröffnet neue Perspektiven für nachhaltiges Wachstum im Verteidigungssektor, aber auch im Bereich des Energieumstiegs”, sagte Renk-CEO Susanne Wiegand. Das 1873 gegründete Unternehmen beschäftigt etwa 3.400 Mitarbeiter und erzielt einen Jahresumsatz von rund 850 Millionen Euro. Renk war von 1923 bis 2020 erstmals an der Frankfurter Börse gelistet, bevor es an die Investmentfirma Triton für rund 700 Millionen Euro verkauft wurde. Triton, das mit dem Aktienverkauf rund 500 Millionen Euro eingenommen hat, bleibt der größte Aktionär. Der Krieg in der Ukraine hat deutsche Rüstungsunternehmen wieder ins Rampenlicht gerückt, da europäische Länder eilen, um militärische Hilfe für die Ukraine bereitzustellen und ihre eigenen Verteidigungsbemühungen zu verstärken.

Rheinmetall, das Teile für die in der Ukraine eingesetzten Leopard-Panzer liefert, ist im März letzten Jahres dem deutschen Leitindex DAX beigetreten und hat seitdem seinen Aktienkurs stark steigen sehen.

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