Berlin, Hamburg, und München sind allesamt beliebte Wochenendziele, bekannt für avantgardistische Clubs, kulturelle Faszination, deftige Speisen und das Spektakel, das das Oktoberfest ist. Aber eine der faszinierendsten Städte Deutschlands ist jahrelang unter dem Radar der Touristen geflogen. Als Deutschlands Finanzzentrum hat Frankfurt schon immer einen etwas trostlosen Ruf gehabt, aber die Metropole ist alles andere als langweilig. Jetzt hat die einst schattige Stadt ihren Moment im Rampenlicht dank eines Anstiegs an kreativer Straßenkunst, einer epischen Restaurantszene und dem Aufstieg von designgeführten Hotels wie dem Roomers Frankfurt.
Teil der Gekko Group in Deutschland, befindet sich das Hotel in einem ehemaligen Bürogebäude in der Nähe des Flusses Main der Stadt. Obwohl die Fassade ein wenig seelenlos wirkt, entfaltet sich ein Refugium luxuriöser Interieurs und Intrigen, sobald die riesigen matte schwarzen Türen des Anwesens – versehen mit dem Scarab-ähnlichen Logo der Gekko – geöffnet werden. Idealerweise befindet sich das Fünf-Sterne-Hotel nur zehn Gehminuten von den etwas bedrohlichen Umgebungen des Hauptbahnhofs Frankfurts entfernt, im lebhaften Westend-Viertel, abseits des Trubels des historischen Marktplatzes Römerberg. Die restliche Stadt und ihre Vielzahl an Museen und Galerien sind leicht zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erreichen, da die ganze Stadt scheinbar an den Wochenenden auf zwei Rädern unterwegs ist.
Das Roomers Frankfurt verströmt mit tiefem Violett und anderen dunklen, verführerischen Tönen, sowie durchscheinenden schwarzen Vorhängen und gedämpftem Licht eine boudoirhafte Atmosphäre, die anspruchsvoller ist als es klingt. Die gemeinsamen Bereiche, einschließlich der Bar und des asiatisch-kalifornischen Restaurants des Hotels, sind etwas wie Frankfurter Institutionen, zu denen Einheimische regelmäßig für Cocktailabende oder unbeschwerte Wochenendausflüge hinabsteigen. Obwohl der Ort nie überfüllt wirkt. Gemeinschaftsflächen sind mit lackierten schwarzen Oberflächen, hochglänzenden Kaffeetischbüchern und zarten getrockneten Steppenkerzen, die mit Pfauenfedern durchsetzt sind, dekoriert. Es gibt sogar maßgeschneiderte Design-Merchandise-Artikel in der Lobby zu kaufen, ein „ACID“-Logo-Cap, jemand?
Ein Zimmer erwartet Sie in der Ausstattung eines Boudoirs mit über 400 Zimmern. Mit beeindruckendem Blick auf die Frankfurter Skyline und ihre dicht konzentrierten Cluster von Hochhäusern ist Zimmer 414 schwer zu überbieten. Die weitläufige Suite vereint Komfort mit künstlerischem Flair und bietet das ideale Refugium zur Erholung nach einem Tag beim Betrachten der eindrucksvollen Wandmalereien der Stadt. Darüber hinaus gibt es eine Badewanne, die groß genug für vier zu sein scheint. Unterstützt von einem golden gepolsterten Kopfteil ist das bequeme Bett in seidenweiche Bettwäsche gehüllt und auch von epischen Proportionen, während das Farbthema von tiefem Violett und durchscheinendem Schwarz durchgehend fortgesetzt wird. Das Zimmer verfügt auch über einen Schreibtischbereich mit einem Marshall-Radio und einer beeindruckenden Auswahl an Getränken und Snacks, von Erdnuss-M&M’s und Tüten Haribo bis hin zu Ruinart-Champagner und Flaschen Gude-Bier. Aromatherapie-inspirierte Bad- und Körperprodukte der deutschen Marke Daluma werden in allen 118 Zimmern des Hotels angeboten, von der Kategorie „petite“ bis zur „Roomers Suite“ mit ihren zwei Badezimmern und ihrem eigenen privaten Wohnzimmer.
Das Burbank-Menü ist eine eklektische Mischung aus Sushi und Ceviche. Ein reichhaltiges Frühstücksbuffet ist im Zimmerpreis inbegriffen, mit allem, was man von einem Fünf-Sterne-Hotel erwarten würde, sowie zusätzlichen Extras wie frischen Ginger Shots und Bloody Marys zur Belebung müder Seelen. Das Hotelrestaurant Burbank öffnet täglich zum Abendessen und ist im selben Speisesaal untergebracht, in dem auch das Frühstück serviert wird. Hier ist das Menü eine eklektische Mischung aus verschiedenen Ceviche- und durchscheinenden Sashimi-Tellern sowie Gerichten wie knuspriger Ente mit grünem Papayasalat und mit „Mr Duc’s Feuersauce“ überzogenen frittierten Hähnchenflügeln. Cocktails sind besonders gut und extrem potent. Es lohnt sich, mittags in der Schlange anzustehen, die normalerweise aus einem unauffälligen Glas- und gefliesten Loch in der Wand in der Kleinmarkthalle in der Frankfurter Innenstadt hervorbricht. Das betreffende Lokal, Schreiber, serviert nur eine Handvoll deutscher Würstchen, dazu Brot und Gurken. Das Mittagessen kostet weniger als €5 und wird Ihnen sicherlich ein Lächeln ins Gesicht zaubern.TestCategory: Kultur & Kreativität